
Eine geradezu frühlingshafte Aufbruchsstimmung herrscht derzeit in der Welt der erneuerbaren Energien. Die diversen Entwicklungen rund um das DESERTEC-Konzept stimmen uns alle hoffnungsvoll, denn die Umsetzung der Idee nimmt so langsam richtig Fahrt auf!
Kaum ist die wegweisende Kooperation mit DESERTEC Power in Saudi-Arabien unter Dach und Fach, gibt es von dort auch schon Berichte über einen technischen Meilenstein: Die PFFC-Technologie (Point Focus Fresnel Collector) ist eine weitere Technologie im Spektrum der solaren Energieerzeugung, die viele Vorteile mitbringt. Eigentlich funktioniert PFFC ganz simpel: man nutzt Reihen von flachen Spiegeln, die dem Gang der Sonne nachfolgen. Die Einstrahlung wird damit zu jeder Tageszeit auf die gleiche Fläche fokussiert und kann somit höchst effizient arbeiten. Wenn man so möchte also ein „Mini-Turmkraftwerk“, das auch für kleine und dezentrale Anwendungen interessant sein kann.
Ganz woanders auf dem Globus gibt es neue Erkenntnisse zum Thema „Global Grid“, also einem weltumspannenden Versorgungsnetz. Die Forscher der ETH-Zürich vermelden, dass die Durchleitungskosten in einem weltweiten Netz von Einspeisern aus Sonne, Wind und Wasser nicht höher liegen werden als bei Strom aus konventionellen Kraftwerken. Damit entfällt ein zentrales Argument der Kritiker solcher Konzepte. Und noch einem anderen Vorurteil wird zu Leibe gerückt: Energie aus erneuerbare Quellen muss nicht teurer sein! Australien vermeldet gerade erst, dass Versorgung aus erneuerbaren Quellen dort schon gleichauf mit solcher aus konventioneller Energieerzeugung liegt.
Abschließend noch eine Erfolgsmeldung aus Deutschland: Unsere Kollegen der Dii begrüßen mit First Solar einen spannenden Neuzugang im Kreis der Shareholder. First Solar kämpft seit Jahren mit Überzeugung für die DESERTEC-Idee und wird auch künftig eine treibende Kraft auf dem Weg von der Vision zur Realität sein.
Fazit: Der Frühling kommt langsam, aber nachhaltig.