
Vier große Netzbetreiber, darunter Amprion, 50Hertz Transmission und EnBW, planen den Bau von 3 Stromtrassen, welche Wind- und Solarstrom quer durch Deutschland fließen lassen sollen. Allerdings wird dieses Projekt, aufgrund von Genehmigungsverfahren, bis zu einer Dekade einnehmen. Die Verwendung von Gleichstromkabel, auch HGÜ Technik genannt, wird an dieser Stelle in Erwägung gezogen. Sie ist bereits im DESERTEC-Projekt für Solarkraftwerke in Nordafrika geplant. In Europa allerdings bislang nur in geringem Einsatz. Darüber hinaus werden erste Machbarkeitsstudien festgelegt, welche die besten Trassen, die genauen Kosten sowie die beste Technik ausfindig machen sollen. Denn bis Mitte 2012 müssen die Betreiber einen Netzentwicklungsplan vorlegen, welcher dann jährlich aktualisiert werden soll. Der Bau von einer unterirdischen Kabelverlegung gilt gegenüber Freileitungen als gangbarere Möglichkeit mit geringem Flächenverbrauch und erwartbar geringeren Bürgerprotesten, jedoch mit bis zu 6-fachen höheren Kosten. Eine weitere Möglichkeit wäre es, die Leitungen auf bestehende Strommasten zu montieren, welches nicht nur Kosten einsparen würde, sondern auch Bürgerproteste gegen Neubauten reduzieren könnte.
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