Meilensteine

Von der Vision zur Realität

2003-2007: Entwicklung des DESERTEC-Konzeptes
Das DESERTEC-Konzept wurde von einem internationalen Netzwerk von Politikern, Wissenschaftlern und Ökonomen entwickelt. Aus diesem Trans-Mediterranean Renewable Energy Cooperation (kurz: TREC) Netzwerk heraus enstand später die DESERTEC Foundation. Der Physiker Dr. Gerhard Knies und Prinz Hassan bin Talal von Jordanien, der damalige Präsident des Club of Rome, waren die treibenden Kräfte hinter der Gründung und dem Aufbau des Netzwerks.
Maßgeblich beteiligt an der Entwicklung des DESERTEC-Konzeptes waren die Forschungseinrichtungen für erneuerbare Energien der Regierungen von Marokko (CDER), Algerien (NEAL), Libyen (CSES), Ägypten (NREA), Jordanien (NERC) und Jemen (Universitäten Sana'a und Aden) sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die grundlegenden Studien zum Thema DESERTEC wurden vom DLR-Forscher Dr. Franz Trieb geleitet. Die Studien wurde finanziert vom deutschen Umweltministerium (BMU), damals geführt von den Bundesministern Jürgen Trittin und später Sigmar Gabriel.

PDF: TREC Gründungsdokument

PDF: Portraits und Hintergründe von Dr. Gerhard Knies & Prinz Hassan bin Talal



2007: Präsentation des Weißbuchs für DESERTEC in EU-MENA

Die Ergebnisse der DESERTEC-Studien sowie Handlungsvorschläge zur Umsetzung von DESERTEC in der Region EU-MENA (Europa, Naher Osten und Nordafrika) wurden in einem Weißbuch zusammengefasst, das Prinz Hassan bin Talal im Europaparlament präsentierte. Der damalige EU-Parlamentspräsidenten Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering setzte sich daraufhin mehrfach öffentlich für DESERTEC ein, auch in seiner Funktion als Präsident der Euro-Mediterranen Parlamentarischen Versammlung (EMPA).

PDF: Zusammenfassung der Studien (Textauszug aus dem WhiteBook)

PDF: Komplettes WhiteBook (überarbeitete Fassung von 2008)

 

 

2008: Start des Solarplans der Union für das Mittelmeer (UfM)
Gespräche mit der französischen Botschaft und mit Vertretern französischer Ministerien führten zur Konzipierung eines ersten Entwurfs für den Mittelmeer-Solarplan der Union für das Mittelmeer (UfM). Ziel des Mittelmeer-Solarplans bis zum Jahr 2020 ist der Aufbau erneuerbarer Energieprojekte mit insgesamt 20 Gigawatt.

 

 

2009: Gründung der DESERTEC Foundation
Die DESERTEC Foundation wurde am 20. Januar 2009 als gemeinnützige Stiftung gegründet, um die Umsetzung des globalen DESERTEC-Konzeptes "Sauberer Strom aus Wüsten" weltweit voranzutreiben. Stiftungsgründer der DESERTEC Foundation sind die Deutsche Gesellschaft Club of Rome e.V., Mitglieder des Wissenschaftlernetzwerks TREC sowie engagierte private Förderer und langjährige Unterstützer der DESERTEC-Idee.

Organisation der DESERTEC Foundation

PDF: Satzung der DESERTEC Foundation

 

 

2009: Gründung der Industrieinitiative Dii GmbH
Zusammen mit Partnern aus der Industrie- und Finanzwelt gründete die gemeinnützige DESERTEC Foundation im Jahr 2009 die Industrieinitiative Dii GmbH. Deren Aufgabe ist die Beschleunigung der Umsetzung des DESERTEC-Konzeptes in der Fokusregion EU-MENA. Als Gesellschafterin arbeitet die DESERTEC Foundation eng mit der Dii GmbH und den anderen Gesellschaftern und Partnern zusammen. Weitere Informationen über die Dii GmbH und die aktuellen Projekte in der Fokusregion EU-MENA finden Sie hier.

Informationen und Videos zur Dii GmbH-Gründung

 

 

2010: Gründung der Industrieinitiative Transgreen/Medgrid
Transgreen wurde im Juli 2010 im Rahmen des Mittelmeer-Solarplans der Union für das Mittelmeer gegründet. Diese Industrieinitiative soll den Bau von Stromleitungen im Mittelmeerraum vorantreiben und so die Arbeit der Dii GmbH ergänzen.

 

 

2010: Gründung des DESERTEC University Networks
Die DESERTEC Foundation gründete das DESERTEC University Network als wissenschaftliche und akademische Kooperationsplattform. Ziel des Netzwerkes ist es, Forschung und Lehre in den Wüstenländern durch DESERTEC-relevante Inhalte zu bereichern. Mitgründer sind, neben der DESERTEC Foundation, 18 Universitäten und Forschungszentren aus der MENA-Region. Weitere Institute aus Europa ergänzen das Netzwerk und fördern den Wissenstransfer.

 

 

2011: Projekte in Marokko, Tunesien und Ägypten

Das erste Projekt, WEREEMa, ist eine Kooperation zwischen dem Bundesland Schleswig-Holstein und Marokko. Gefördert wird das Projekt von der Europäischen Union und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Unter der Leitung der Investitionsbank Schleswig-Holstein arbeiten die DESERTEC Foundation und weitere Partner aus Marokko und Deutschland zusammen, um die Rahmenbedingungen für den Ausbau der Windenergie und anderer erneuerbarer Energien in Marokko zu verbessern. Dies soll durch den Aufbau von Bildungs- und Forschungsstrukturen, Netzstudien, Windmessungen, Pilotprojekte und wirtschaftliche Kooperation erreicht werden.

Ziel des zweiten Projekts namens RE-Generation MENA ist, vor allem Studenten in Ägypten und Tunesien zu befähigen, sich in ihren entstehenden Demokratien dafür stark zu machen, dass ihre Länder die nötigen Rahmenbedingungen für den Ausbau erneuerbarer Energien schaffen. Gefördert wird das Projekt vom Auswärtigen Amt.