- Gründer: Die DESERTEC Foundation zusammen mit 18 Universitäten und Forschungseinrichtungen
- Die Ausbildung von qualifizierten Fachkräften vor Ort ist ein Schlüsselfaktor für DESERTEC
- Es ist geplant, das Netzwerk zu einer globalen Plattform auszubauen
- Es ist neben der Industrieinitiative Dii GmbH eine weitere Säule der Strategie der DESERTEC Foundation
Die DESERTEC Foundation hat in Zusammenarbeit mit dem Tunesischen Regierungsbeirat für Forschung und Technologie eine wissenschaftliche Kooperationsplattform für DESERTEC gegründet. Gründungsmitglieder sind neben der gemeinnützigen DESERTEC Foundation 18 Universitäten und Forschungseinrichtungen aus Nord-Afrika und dem Nahen Osten. Weitere Institute aus Europa ergänzen das Netzwerk und fördern den Wissenstransfer.
„Das DESERTEC University Network ist neben der im letzten Jahr gegründeten Industrieinitiative Dii GmbH eine weitere wichtige Säule der Strategie der DESERTEC Foundation. Aus unseren intensiven Kontakten mit Aktivisten und Experten in den Wüstenländern haben wir gelernt, dass die Ausbildung von qualifizierten Fachkräften vor Ort ein Schlüsselfaktor für die Umsetzung und die Akzeptanz unseres DESERTEC-Konzepts ist“, so Dr. Thiemo Gropp, Vorstand der DESERTEC Foundation.
Die Unterzeichnung des Gründungsdokuments fand in Tunis im Rahmen der „Tunisia Solar International Conference“ statt – unter der Schirmherrschaft des tunesischen Präsidenten Ben Ali. Unmittelbar nach der Gründung traten zwei deutsche Hochschulen dem Netzwerk bei. Für weitere Institute aus Italien, Frankreich und Deutschland laufen bereits Aufnahmeverfahren.
„Wir freuen uns, dass die Gründung des DESERTEC University Networks maßgeblich durch Institutionen und DESERTEC-Mitstreiter südlich des Mittelmeers initiiert wurde“, so Dr. Thiemo Gropp. „Das DESERTEC-Konzept wurde von einem Netzwerk von Wissenschaftlern rund um das Mittelmeer entwickelt, aus dem unsere DESERTEC Foundation hervorgegangen ist. Da ist es nur konsequent, wenn sich Universitäten und Forschungseinrichtungen rund um das Mittelmeer vernetzen, um für die Umsetzung des Konzeptes das notwendige Know-how zu verbreiten und weiterzuentwickeln.“
Zur DESERTEC Foundation
"Die Wüsten der Erde empfangen in 6 Stunden mehr Energie von der Sonne, als die Menschheit in einem Jahr verbraucht", errechnete Dr. Gerhard Knies, Deutscher Physiker und Mitglied des Aufsichtsrates der DESERTEC Foundation. Die Schlüsseltechnologien für die Produktion und Fernübertragung von sauberem Wüstenstrom sind bereits seit Jahren erfolgreich im Einsatz.
Die DESERTEC Foundation wurde am 20. Januar 2009 als gemeinnützige Stiftung gegründet, um die Umsetzung des globalen DESERTEC-Konzeptes "Sauberer Strom aus Wüsten" weltweit voranzutreiben. Sie ist entstanden aus einem Netzwerk von Politikern, Wissenschaftlern und Ökonomen aus Europa, dem Nahen Osten und Nord-Afrika sowie dem Club of Rome, welche gemeinsam das DESERTEC-Konzept entwickelt haben.
Zusammen mit Partnern aus der Industrie- und Finanzwelt gründete die gemeinnützige DESERTEC Foundation im Oktober 2009 die Industrieinitiative Dii GmbH. Deren Aufgabe ist die Beschleunigung der Umsetzung des DESERTEC-Konzeptes in der Mittelmeerregion. Als Gesellschafterin arbeitet die DESERTEC Foundation eng mit der Dii GmbH und deren anderen Gesellschaftern und Partnern zusammen.
DESERTEC ist ein ganzheitliches Konzept, bei dem es neben Energiesicherheit und Klimaschutz auch um Trinkwassergewinnung, sozio-ökonomische Entwicklung, Sicherheitspolitik und internationale Zusammenarbeit geht. In den Wüsten der Erde kann genügend sauberer Strom erzeugt werden, um die Menschheit nachhaltig zu versorgen.
Zum DESERTEC University Network
Die Ziele des DESERTEC University Networks:
- Internationale Zusammenarbeit öffentlicher und privater Wissenschafts- und Forschungsinstitutionen mit dem Ziel, zur Verwirklichung von DESERTEC beizutragen.
- Ausbildung von Fachleuten, insbesondere in den Wüstenländern, die bald zu den größten Erzeugern erneuerbarer Energie gehören werden. Dadurch soll der lokale Anteil an der Wertschöpfung möglichst schnell möglichst groß werden.
- Forschung und Lehre zur ständigen Verbesserung von Produktion, Installation und Betrieb der zukünftigen DESERTEC-Energiesysteme.
Gründungsmitglieder des DESERTEC University Networks:
01. Cairo University, Gizeh, Ägypten
02. German University in Cairo, New Cairo City, Ägypten
03. Alexandria University, Alexandria, Ägypten
04. UDES (Unité de Développement des Equipements Solaires), Algiers, Algerien
05. USTO (Université des Sciences et de la Technologie d'Oran), Oran, Algerien
06. DESERTEC Foundation, Hamburg, Deutschland
07. Jordan University of Science and Technology, Irbid, Jordanien
08. University of Jordan, Amman, Jordanien
09. Al-Fateh University, Tripoli, Libyen
10. Center for Solar Energy Research and Studies (CSERS), Tripoli, Libyen
11. National Authority for Scientific Research, Tripoli, Libyen
12. Sebha University, Sebha, Libyen
13. CNRST (Centre National pour la Recherche Scientifique et Technique), Rabat, Marokko
14. Ecole Nationale de l’Industrie Minérale, Agdal, Rabat, Marokko
15. Ecole Nationale Supérieure d’Electricité et de Mécanique (ENSEM-UH2C), Casablanca, Marokko
16. Centre de Recherches et des Technologies de l’Energie, Borj-Cedria, Tunesien
17. Ecole Nationale d’Ingénieurs de Tunis, Université Tunis-El-Manar, Tunesien
18. Ecole Nationale d’Ingenieurs de Monastir, Université de Monastir, Tunesien
19. Université de Gafsa, Gafsa, Tunesien
Außerdem wurden zu persönlichen Gründern ernannt:
- Dr. Mustapha Ayaita, Marokko,
- Dr. Salah Hannachi, Tunesien,
- Dr. Gerhard Knies, Deutschland und
- Mouldi Miled, Tunesien.
Sofort nach der Gründung wurden auch die ersten zwei Institutionen aus Europa aufgenommen (für weitere aus Italien, Frankreich und Deutschland läuft bereits das Aufnahmeverfahren):
- Jacobs University, Bremen, Deutschland
- Deutsch-Französische Hochschule, Saarbrücken, Deutschland

