"Maximale politische Rückendeckung in Deutschland und Europa", versprach der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer dem Wüstenstrom-Projekt DESERTEC. "Dieses mutige und visionäre Zukunftsprojekt hat die volle Unterstützung Bayerns.", versicherte er führenden Repräsentanten der DESERTEC Industrial Initiative (DII) und der DESERTEC Foundation, die er zu einem Spitzengespräch nach München eingeladen hatte. Horst Seehofer wurde begleitet vom Chef der Staatskanzlei Siegfried Schneider, Finanzminister Georg Fahrenschon und Umweltminister Dr. Markus Söder.
Mit der Zusage von Horst Seehofer unterstützen nun alle im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien die DESERTEC Idee. "Wir freuen uns, dass nun auch die CSU den parteienübergreifenden Konsens mitträgt, das DESERTEC Konzept zur Umsetzung zu bringen." sagt Friedrich Führ, Vorstand der gemeinnützigen DESERTEC Foundation. "Die Grünen, die FDP und die SPD unterstützen die Vision schon seit längerem. Auch die Linke hat sich positiv für DESERTEC engagiert. Die DESERTEC Foundation ruft alle Parteien auf, das Thema Wüstenstrom nicht nur im Wahlkampf öffentlich zu unterstützen, sondern sich gemeinsam in Deutschland sowie auf internationaler Ebene auf Klimaschutzkonferenzen und Regierungsgipfeln für die weltweite Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen einzusetzen."
"Die DESERTEC Foundation engagiert sich nicht nur in Europa, dem Nahen Osten und Nord-Afrika, sondern weltweit für die Nutzung der Wüsten zur nachhaltigen Energieerzeugung und sieht das DESERTEC Konzept insbesondere auch als Lösungsansatz für Amerika, China, Indien und Australien. Die DESERTEC Foundation beabsichtigt, in den kommenden Jahren auch in diesen Regionen weitere Industrie Initiativen auf den Weg bringt. ", so Friedrich Führ weiter.
Langjährige Vorarbeit trägt Früchte
Die Deutsche Gesellschaft Club of Rome und die DESERTEC Foundation engagieren sich seit langem, um auf europäischer Ebene und in Deutschland eine breite Unterstützung in der Parteienlandschaft zu gewinnen. So ist Hans-Josef Fell, einer der Väter des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes, schon seit Beginn des DESERTEC Projekts im Jahr 2003 unter den Mitgliedern eines Netzwerks von Experten das maßgeblich von DESERTEC-Initiator und Club of Rome Mitglied Gerhard Knies rund um das Mittelmeer aufgebaut wurde. Bereits im Dezember 2006 wurde auf der 26. Ordentlichen Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen beschlossen, dieses Netzwerk namens "Trans-Mediterranean Renewable Energy Co-operation (TREC)" zu unterstützen. Dank Michael Kauch findet das DESERTEC Konzept mittlerweile Unterstützung im Parteiprogramm der FDP. Die Linke brachte das Thema Wüstenstrom im Januar diesen Jahres aus eigener Initiative in den Wirtschaftsausschuss des Bundestags ein und, von SPD-Außenseiter Hermann Scheer abgesehen, findet das DESERTEC Konzept auch Unterstützung in der SPD, wie die positiven Statements von Frank-Walter Steinmeier, Sigmar Gabriel und Gerhard Schröder zeigen. Nachdem die DESERTEC Industrial Initiative (DII) durch die DESERTEC Foundation und die Münchener Rück auf den Weg gebracht wurde und sich mittlerweile 12 mittelständische und Groß-Unternehmen hinter das Konzept gestellt haben, erfährt DESERTEC auch die Unterstützung der Bundeskanzlerin. Als im Juni diesen Jahres erste Medienberichte zur Industrie Initiative veröffentlicht wurden, begrüßten sowohl die deutsche Kanzlerin als auch der EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso das Wüstenstromprojekt. Angela Merkel hält es sogar für denkbar, Gelder der EU zum Ausbau der Solarenergie zu nutzen.
Deutschland als Vorreiter
Inzwischen beschäftigt sich auf Initiative von Hans-Josef Fell eine parteiübergreifende Gruppe von Mitgliedern des deutschen Bundestags mit einem Vorschlag zur Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Es soll erreicht werden, dass zukünftig nicht nur heimischer Strom aus Erneuerbaren Energien, sondern zusätzlich auch sauberer Strom aus Nord-Afrika und dem Nahen Osten in das deutsche Stromnetz eingespeist und vergütet werden kann. "Auch wenn es noch einige Jahre dauern wird, bis der erste Strom bis nach Deutschland fließt, könnte die deutsche Regierung durch die frühzeitige Schaffung eines solchen Gesetzes ein deutliches Signal an Industrie, Investoren und die Länder in Nord-Afrika und dem Nahen Osten senden, seine internationale Vorreiterrolle auf dem Gebiet des Klimaschutzes festigen und Rahmenbedingungen schaffen, die anderen Ländern weltweit zum Vorbild dienen können.", so Friedrich Führ.
Europäisches Parlament ermöglicht erstes Projekt
Im Europäischen Parlament wurde das DESERTEC Konzept bereits im Jahr 2007 durch Seine Königliche Hoheit Prinz Hassan bin Talal von Jordanien, dem früheren Präsidenten des Club of Rome, vorgestellt. Hier war es die grüne Abgeordnete Rebecca Harms, die eine parteiübergreifende Parlamentariergruppe ins Leben rief, um DESERTEC zu unterstützen. In einem gemeinsamen Brief von rund 20 Mitgliedern des Europaparlamentes an Sarkozy und Barroso wurde nachdrücklich dazu aufgerufen, in der "Union für das Mittelmeer " einen Solarplan aufzugreifen und zu unterstützen. Ziel des beschlossenen Solarplans ist es nun bis zum Jahr 2020 etwa 20 Gigawatt an Erneuerbaren Energien rund um das Mittelmeer zu bauen. Auch wurde die Vorgabe der EU, bis 2020 durchschnittlich 20 Prozent der europäischen Energieerzeugung durch Erneuerbare Energien zu decken, ergänzt um die Möglichkeit sauberen Strom auch aus Drittländern zu importieren. So bietet sich nun zum Beispiel die Möglichkeit, alte Kohlekraftwerke in Süd-Italien ab 2015 vom Netz zu nehmen und durch Wüstenstrom aus Tunesien zu ersetzen. Nach Aussage der DESERTEC Foundation wird ein britisches Unternehmen noch in diesem Jahr die Planungsarbeiten für ein 2 Gigawatt Projekt vollenden und könnte bereits im kommenden Jahr mit dem Spatenstich beginnen.
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Die DESERTEC Foundation ist Botschafterin und Förderin des DESERTEC Konzepts. Dessen Kern ist es, wichtige Lebensgrundlagen der Menschheit sicherzustellen -- basierend auf einer nachhaltigen, entwicklungsfördenden und konfliktvermeidenden Form der Energiegewinnung.
Die DESERTEC Foundation bündelt politische, ökonomische und zivilgesellschaftliche Interessen an Energie- und Klimasicherheit, und verhilft ihnen dadurch zu mehr politischem Einfluss. Sie wirbt durch Öffentlichkeitsarbeit für das DESERTEC Konzept, um so möglichst viele Menschen als Unterstützer zu gewinnen. Außerdem leistet sie Politikberatung auf nationaler und supranationaler Ebene in Europa, dem MENA-Raum und weltweit, um zusammen mit Gesetzgebern und einflussreichen gesellschaftlichen Akteuren die Implementierung des DESERTEC Konzepts voranzubringen.
Aufgabe, Ziele und Gründungsstifter:
Pressemitteilung der Bayrischen Staatsregierung:
bayern.de/Pressemitteilungen-.1255.10270449/index.htm
Informationen zur DESERTEC Foundation, der DESERTEC Industrial Initiative (DII) und dem DESERTEC Konzept:
Häufig gestellte Fragen und Antworten (insb. zur Kritik von Seiten Hermann Scheer):

